Unser House of one

Am 30.04.2019 gab es für die Kinder der Klasse 4c der Pablo-Neruda-Grundschule in Leipzig einen besonderen Ethikunterricht: Sie bauten ihr „House of One“!

Im Bürgerverein Messemagistrale verlief der Unterricht für sie ein bisschen anders als sonst in der Schule. Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Celine Andrè kamen die Kinder in den Jugendclub des Bürgervereins. Ganz unbekannt waren ihnen die Räumlichkeit nicht mehr. Denn schon vor den Winterferien trafen sie sich hier, um gemeinsam mit einem Mitstreiter aus dem Forum Dialog Mitteldeutschland und der Sozialarbeiterin des Jugendclubs über Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den drei monotheistischen Weltreligionen zu sprechen, vieles aus den Religionen kennenzulernen und mit einem Spiel und einem Rätsel zum Selbstlösen in die Schule zurückzukehren.

Die Wochen danach nutzte die Lehrerin Celine, den Kindern interessante Fakten und Kenntnisse aus den drei Religionen zu vermitteln. Und dass sie das richtig gut gemacht hatte, bewiesen die Kinder am 30.4.2019.

19 Kinder zeigten mit viel Freude, was sie alles wussten, dass der Wunsch nach Frieden ein wichtiges Element in den drei monotheistischen Weltreligionen ist, dass Unterschiede spannend, interessant und bereichernd sind.

Dann ging es an die praktische Arbeit. Mit großem Ideenreichtum bauten sie gemeinsam IHR „HOUSE OF ONE“!
Fast war die Zeit zu kurz, um all die mitgebrachten Bilder und Ideen gut in das Ensemble des Hauses einzubringen. Aber die Freude und der Stolz über das Geschaffte war den Kindern am Ende des Projektes anzusehen.
Und es wurde der zentrale „Gemeinschaftsraum“ mit kleinen Zetteln gefüllt, auf denen die Wünsche der Schülerinnen und Schüler standen. Einige dieser Wünsche seien hier benannt, denn sie belegen: die Kinder haben verstanden, was im Miteinander der Menschen aus unterschiedlichen Religionen und Kulturen möglich und wichtig ist:

  • „Frieden“
  • „Alle sollen sich miteinander verstehen“
  • „Miteinander reden“
  • „Gemeinsam spielen, essen, trinken, feiern“
  • „Alle mögen sich und es gibt keinen Streit“
  • „Tische und Stühle zum Unterhalten“
  • „Erzählen von der Religion und sich das Beten zeigen von den verschiedenen Religionen“
  • „Spiele aus den anderen Religionen spielen“

Die Kinder zeigten uns mit ihren Arbeiten und ihren Wünschen, dass sie gern in einer Welt leben, die bunt und vielfältig ist – denn diese Welt macht neugierig und klüger!